Sex We Can?!

Eine kritische Betrachtung

Zugegeben: Sex we can ist ein in die Jahre gekommener Film über das erste Mal eines heterosexuellen Paares. Der Film, der bereits in seiner Entstehung inhaltlich vielen Kompromissen standhalten musste, die aus sexualpädagogischer Sicht nicht immer erwünscht waren, kommt dennoch bei vielen Jugendlichen immer noch gut an. Die Kritik der Einseitigkeit der heterosexuellen Beziehungsdarstellung ist genau so berechtigt, wie das Vorhandensein einiger geschlechtsspezifischer Klischees. Als sexualpädagogisch gelungen sehen wir u.a. die Unterscheidung von vaginaler Erektion und Erregung und die Aufarbeitung des Themas Porno in einer humorvollen Weise.

Ein Film kann und soll Sexualpädagogik nicht ersetzen. Wird dieser Film eingesetzt, müssen mit Jugendlichen die kritischen Aspekte ebenso diskutiert werden, wie die gelungenen, praxisnahen Teile, die Klärung und Information liefern.

Über das Projekt

Die Grundidee

Sex we can?! ist ein Reihe von Aufklärungsvideos für Jugendliche zum Thema erster gemeinsamer Sex.
Jugendliche werden zum Thema Sexualität mit Informationen überschwemmt. Dem Bedürfnis nach „echter Information aus erster Hand“ entsprechen in fataler Weise sexuelle mediale Aufarbeitungen in Sex- und Pornofilmen, im Internet und in Handyclips. Fachbücher oder Vorträge zum Thema, die die bestehende Informationskette aus Medien und Freundeskreis nicht berücksichtigen, können nur wenig Anklang finden, wenn sie keinen Bezug auf die bereits bestehende Fehlinformation u n d dem Bedürfnis nach Aktualität nimmt. Sexualität ist ein emotionales Thema. Sexualität beinhaltet Sehnsucht, Wunsch, Phantasie, Lust, Respekt. Jugendliche befinden sich in einem sexuellen Entwicklungsstadium, in dem sie mit all diesen sexuellen Gefühlen in einer neuen Form konfrontiert werden.

Das Ignorieren der emotionalen Komponente von Wunsch, Phantasie und dem Bedürfnis, sexuell erwachsen zu sein, verhindert einen offenen Dialog zwischen Erwachsenen und Jugendlichen zum Thema Sexualität.

Pädagogischer Hintergrund

Der vorliegende Film kommt als gemeinsames Projekt von Filmpädagogik und Sexualpädagogik dem Bedürfnis nach Information und sexueller Aufklärung auf dem Hintergrundwissen der aktuellen Lebenssituation Jugendlicher nach. Die Wahl des Mediums Film ermöglicht, auf genau jenem Informationskanal, der für dieses Thema häufig genutzt wird, einen Gegenentwurf zu bieten. Das Thema Sexualität wird in einer ehrlichen und für Jugendliche praxisorientierten Weise aufbereitet und vermag damit Verunsicherungen, die durch das Konsumieren herkömmlicher medialer Inhalte entstehen, zu begegnen. Die Wahl des Mediums Film war in diesem Zusammenhang sexualpädagogisch entscheidend.

Sex We Can Videos

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